OSTKULTur - Michael-Peter Jachmann

(im Aufbau)

Bärbel Wachholz 2008 –
Die Schlagerlegende kehrt zurück

Schlagercafé im Ratssaal mit dem Hitkomponisten Hans Bath

Wegen des anhaltenden Interesses an der Bärbel Wachhholz-Ausstellung laden die Stadt Angermünde und Michael-Peter Jachmann am Donnerstag, 13. November, um 15 Uhr zu einem zusätzlichen Schlagercafé ins Rathaus ein. Als Gäste erwartet werden das Ehepaar Riesebeck mit dem symbolträchtigen weißen Tatra und den Komponisten Hans Bath, der für Bärbel Wachholz und andere Interpreten viele Hits komponierte. Am bekanntesten ist das Lied „Ich hab Musik im Blut“, mit dem Bärbel Wachholz einen ihrer größten Erfolge feierte. Bereits 1954 komponierte er „Der alte Leuchtturmwärter“, gesungen vom Westberliner Bertold Pesalla, der ökonomisch ein noch größerer Erfolg war. Er erzählt über die Freundschaft und Zusammenarbeit, die ihn mit Bärbel Wachholz verband, aber auch von der vielseitigen Arbeit, die sonst sein Leben bestimmte. Außerdem werden die Zuschauer zahlreiche Ausschnitte aus Fernsehsendungen mit Bärbel Wachholz erleben, zudem findet ein Sonderverkauf der neuen CDs „Ihre großen Erfolge“ und „Ein Leben für die Musik“ (Vierer-CD von Shop 24 direct, die sonst nur über den Versand erhältlich ist) statt.


Besucheransturm in der Bärbel Wachholz-Ausstellung
Zur Eröffnung platzte das Angermünder Rathaus fast aus allen Nähten

Einen wahren Besucheransturm erlebte das Angermünder Rathaus am 20. Oktober zur Eröffnung der Ausstellung „Die Schlagerlegende kehrt zurück – Bärbel Wachholz in memoriam zum 70. Geburtstag“. Der Ratssaal platzt beinah aus den Nähten. Rund 150 Besucher wollten dabeisein. Seit der Sanierung des Rathauses 1999 ist es die 60. Ausstellung. Bürgermeister Wolfgang Krakow bekennt: „So viele Gäste habe ich bei noch keiner Eröffnung erlebt. Noch vor einem Jahr wusste ich nicht, dass Bärbel Wachholz ein Kind unserer Stadt war.“ Als Michael-Peter Jachmann ihn vor Jahresfrist um einen Termin bittet und ihm den Plan der Ausstellung unterbreitet, sagt er sofort seine Unterstützung zu: „Bärbel Wachholz bietet die Chance, Angermünde in einem weiteren besonderen Licht zu zeigen, das die Stadt wieder ein Stück interessanter für Touristen macht. Solche Möglichkeiten müssen wir beim Schopfe packen.“ Dieses Interesse der Stadt schätzt Michael-Peter Jachmann hoch ein. „Ohne diese Zustimmung wäre die Ausstellung nicht möglich gewesen – so kann sie der Anfang für neue kulturell-touristische Bemühungen in der Stadt sein.“

Neben rund zwei Dutzend Informationstafeln mit vielen Fakten, Fotos, Erinnerungen und mehr warten in der Ausstellung auf den Besucher rund 3 Stunden Fernsehausschnitte und mehr als 150 Titel, die Bärbel Wachholz produziert hat und vom Deutschen Rundfunkarchiv freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurden. Trotz intensiver Arbeit am Material betont Michael-Peter Jachmann: „Vollständigkeit kann der Besucher nicht erwarten. Er erfährt viel Interessantes, manch Neues, beispielsweise über die familiären Wurzeln der Sängerin und ihre künstlerischen Anfänge in der Zeit als Schülerin und Lehrling. Wer Bärbel Wachholz noch live in Konzerten und im Fernsehen erlebte, könnte seinerseits noch Interessantes beisteuern – ich bin für jeden Zeitzeugen dankbar, sich meldet. Die Arbeit geht weiter. Zumal ich inzwischen Kontakt zu den nächsten lebenden Verwandten der Sängerin bekommen habe.“

Dagmar Frederic, Julia Axen, die Dobbi-Singers und Christine Wachholz reicherten die Eröffnungsveranstaltung mit Liedern von Bärbel Wachholz an. Seit vielen Jahren schon singt Dagmar Frederic die Hans Bath-Komposition „Ich hab Musik im Blut“ in einer swingenden Version. Ganz neu ist die rockige Variante von Bärbels Halbschwester Christine Wachholz und ihren Söhne Ingo und Helge, die das Publikum begeistert aufnahm. Starken Beifall gab es auch für Julia Axen, die zwei der letzten Aufnahmen ihrer einstigen Kollegin und Freundin gerade für den 20. Oktober neu einstudiert und produziert hat: „...daß die Erde leben kann“ und „Was mag aus dir geworden sein“. „Es sind zwei ganz starke Lieder, die ich fest in mein Repertoire aufnehme.“

Zum zweiten Teil der Ausstellungseröffnung wenige Stunden später an den Uckermärkischen Bühnen Schwedt im ausverkauften Kleinen Saal kamen knapp 300 Zuschauer ins „Schlagercafé Nr. 18 extra – Bärbel Wachholz in memoriam zum 70.“. Julia Axen und Jenny Petra, Christine Wachholz mit ihren Söhnen Ingo und Helge, Maja Catrin Fritsche und Regina Thoss, Günter Gollasch und Dieter Janik, Dagmar Frederic und Hans Bath, Andrea und Wilfried Peetz, Julia Gordon und Siegfried Jordan sowie Siegfried Trzoß erfreuten in der zweistündigen Gala das Publikum mit Erinnerungen an Bärbel Wachholz – gesungen oder erzählt. „Ein ganz toller, bewegender Abend“, sagte Stephan Tobias Kämpf, der 1970 geborene einzige Sohn von Bärbel Wachholz beim gemeinsamen Abendessen der Mitwirkenden und Familienangehörigen.

Die Ergebnisse von Michael-Peter Jachmanns Forschungen flossen auch in zwei CD-Projekte ein. So hat die Firma Sechzehnzehn GmbH in Zusammenarbeit mit dem Buschfunk-Vertrieb das Album „Ich steige dir aufs Dach – Ihre großen Erfolge“ aufgelegt, eine Ergänzung zur Amiga-CD von 1997. „Bei Amiga-Berater und Sechzehnzehn-Inhaber Jörg Stempel fand ich im Herbst 2006 offene Ohren – das Ergebnis liegt seit dem 10. Oktober vor und kann in jedem Tonträger-Markt erworben werden. Bei Recherchen im Deutschen Rundfunkarchiv Babelsberg entdeckte ich viel interessantes Material. Vieles davon fand auch den Weg auf die Vierer-CD von Shop24Direct ‚Bärbel Wachholz – Ein Leben für die Musik‘.“ Diese Box gibt es allerdings nur im Versand und wird über Radio und Prospekte angeboten.

Am 20. Oktober strahlte „TVAL – Fernsehen für die Uckermark“ in Erstsendung den Film „Die Schlagerlegende kehrt zurück – in memoriam zum 70. Geburtstag“ zurück, ebenfalls von Michael-Peter Jachmann. „Das historische Material stellten das DRA Babelsberg und rbb media über eine Sonderlizenz zur Verfügung, sonst hätte der Film nicht entstehen können. In Reiner Bollensdorf von TVAL fand ich einen Kameramann und Schnittmeister, der meine Intentionen sehr genau aufnahm.“

Die Ausstellung im Angermünder Rathaus ist bis 9. Dezember zu sehen. Am letzten Tag des Gänsemarktes (Sonntag, 7. Dezember) werden die Dobbi-Singers ein kleines Bärbel Wachholz-Programm vorstellen. Am Wochenende des Weihnachtsmarktes öffnet die Ausstellung zusätzlich.

Fotos und Abbildungen:



links: Das Startbild der Ausstellung
rechts: Wunderschöne Lieder und tolle Hits vereint diese CD im Buschfunk-Vertrieb, die in allen Fachmärkten gekauft oder bestellt werden kann – „Bärbel Wachholz – Ihre großen Erfolge“



Bärbels Halbschwester Christine Wachholz und ihre Söhne Ingo und Helge landeten einen großen Erfolg beim Publikum.




Ausverkaufter Kleiner Saal in den Uckermärkischen Bühnen Schwedt zum Schlagercafé extra.




Jenny Petra übergab Michael-Peter Jachmann eine Illustrierte aus dem Jahre 1959 für die Ausstellung, deren Titelbild sie und Bärbel Wachholz zeigte.




Besucherrekord – das Rathaus konnte kaum die Gäste der Eröffnungsveranstaltung für die Ausstellung „Bärbel Wachholz – Die Schlagerlegende kehrt zurück“ fassen.




Kollegen, Verwandte und viele Freunde der Bärbel Wachholz-Musik erlebten mit viel Spaß das Eröffnungsprogramm der Ausstellung.




Am 10. Oktober veröffentlicht das Label „Sechzehnzehn“ die neue CD „Bärbel Wachholz – Ihre großen Erfolge – Ich steige dir aufs Dach“. Bis auf zwei Titel sind alle Aufnahmen bisher weder auf Schallplatte noch auf CD veröffentlicht. Eine Mischung großer Hits von „Ich steige dir aufs Dach“ (Zweitaufnahme von 1963) bis hin zu „Mein Herz schlägt ya ba da ba da“ und „Kleiner Mann“. Auch ihre letzte Rundfunkaufnahme von 1980 („Ein Lied von damals“) ist vertreten. Die CD wird es überall geben, wo man Tonträger kaufen kann. Der Preis dürfte etwa zwischen 10 und 13 € liegen, je nach Händler. Jörg Stempel hat meinen Vorschlag für diese CD aufgegriffen und gemeinsam haben wir sie zusammengestellt.

Geplante Rundfunksendungen, in denen ich über diese Projekte sprechen kann:
„Schatzkiste“, Gastgeber Michael Niekammer, Radio Paloma, Sonntag, 19. Oktober 2008, 18 bis 20 Uhr (www.radiopaloma.de, dort sind auch die Frequenzen für Antenne, Kabel und Satellit zu finden).

„Kofferradio“, 145. Folge, Gastgeber Siegfried Trzoß, Donnerstag, 23. Oktober 2008, 16 bis 17 Uhr (www.okb.de)